z u r ü c k

Die Geschichte der Maine Coon-Katzen ist sehr abenteuerlich und es gibt mehrere Legenden darüber!
Von den Wikingern auf ihren abenteuerlichen Fahrten "über den großen Teich" sollen die Maine Coons nach Amerika gelangt sein - man könnte sie also ruhigen Gewissens zu den Mit-Entdeckern der Neuen Welt zählen!

Die Vorfahren der Maine Coon-Katzen waren die in Skandinavien lebenden Waldkatzen, wodurch heute noch eine verblüffende Ähnlichkeit mit der Norwegischen Waldkatze unverkennbar ist. In Vinland, wie der neu entdeckte Erdteil Amerika genannt wurde, stapften die "Wikinger-Katzen" wohl ebenso tatendurstig und eroberungsfreudig durch die Wälder wie ihre menschlichen Gebieter und auf der Suche nach ihresgleichen blieb es dann natürlich nicht aus, daß sich diese europäischen Katzen mit einheimischen Artgenossen kreuzten, nachdem sie sich gegenseitig sympathisch gefunden hatten und es wuchs eine neue, robuste und kräftig gebaute HalblanghaarKatze heran, welche wir heutzutage unter dem Namen MAINE COON kennen.

Der Name dieser Edelkatzenrasse setzt sich zusammen aus dem heutigen US-Bundesstaat "MAINE" (früher von den Wikingern VINLAND = Weinland genannt), wo diese Katzenrasse ihre erste Verbreitung fand, und aus der Abkürzung "COON" (von "RACOON" = Waschbär), denn man sagt dieser Katze ob ihres manchmal waschbärartigen buschigen Schwanzes nach, sie habe sich nicht davor gescheut, sich sogar mit Waschbären zu kreuzen!
Während Ersteres zutreffend sein kann, muß Letzteres allerdings dem Reich der Fabel zugewiesen werden. Zwar mag die Verlockung des "Naschens in fremdem Revier" beiderseits vorhanden gewesen sein, doch die genetischen Codes verhindern dies einfach, so sehr man den Tierchen das Vergnügen auch gegönnt haben würde . . .

Die "WikingerKatze" hatte sich in dem rauhen Ostküstenklima Nordamerikas relativ schnell akklimatisiert und dank ihrer mitgebrachten Eigenschaften eine rassische Weiterentwicklung vollzogen, welche sie in die Lage versetzt, aufgrund ihres feinen und festen Unterhaares auch kältere Wetterverhältnisse mühelos zu bewältigen.

Eine zweite glaubwürdige Legende besagt, daß ein Captain Coon, Untertan und Seefahrer im Auftrag der britischen Krone und ein großer Katzenliebhaber, Handelsfahrten über den Atlantik nach Amerika zu den NeuenglandStaaten (vor allem Maine) durchgeführt und dabei - wie dies eigentlich jeder Kapitän zu tun pflegt, um sein Schiff von Ratten, Mäusen und sonstigem Getier frei zu halten - seine Bordkatzen (Waldkatzen) dabei hatte.
Jedesmal, wenn Captain Cook und seine Mannen während der Liegezeit ihres Schiffes zwecks Löschung der Fracht und Neuaufnahme einer solchen, an Land gingen, taten dies natürlich seine Katzen auch und es blieb dann verständlicherweise nicht aus, daß diese sich mit den dortigen Hauskatzen und auch mit wildlebenden Katzen verpaart hatten. Und jedesmal, wenn Captain Cook mit seiner Mannschaft und seinen Katzen wieder an Bord gingen und ihre Heimreise antraten, blieben geschwängerte Katzen zurück, welche für eine neue Population robuster und wildaussehender Katzen sorgten, eben den MAINE COON-Katzen.
Bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die MAINE COON von den Einwohnern des US-Staates MAINE als Hauskatze und vor allem als Farmerkatze gehalten, welche für Ordnung in Haus und Stall sorgte und heute noch sorgt. So wurden auch folgerichtig die ersten Exemplare dieser schönen Katzenrasse auf landwirtschaftlichen Ausstellungen in Maine gezeigt.

Eine planmäßige Zucht begann jedoch erst im Jahre 1953 mit Gründung des ersten MAINE COON-Clubs in Maine. In Europa wurden MAINE COONs erstmalig Ende der 70er Jahre auf einer Katzenausstellung in der Bundesrepublik Deutschland gezeigt und seitdem hat diese Katze die Sympathien der Katzenliebhaber gefunden und einen wahren Siegeszug angetreten!
Sicher nicht ohne Grund, gehört sie doch zu den EdelkatzenRassen, welche noch weitgehendst dem Urtyp einer Katze entspricht und (noch) nicht durch zu viel Einmischung des Menschen zu einem Kunstgebilde gemacht wurde.

Die COONIE, wie diese unverdorbene Katzenrasse liebevoll genannt wird, zeichnet sich vor allem dadurch aus, daß sie sehr robust, groß und stark ist (die größte aller Katzenrassen) und ein sehr ausgeglichenes Wesen besitzt! Sie ist die "gutmütige Riesin" (good-natured giant), welche sich auch sehr gut mit anderen Katzen, mit Hunden und Kindern verträgt!
Vom Typ her ist sie der "Clown unter den Katzen" und man muß staunen, was sie alles zustande bringt und ihre Menschenfreunde mit ihren lustigen Einfällen immer wieder verblüfft und zum Lachen bringt!
Sie ist auch sehr intelligent und lernfähig! Die COONIE ist sich ihrer Kraft und Persönlichkeit durchaus bewußt und sie ist eine sog. "Kumpelkatze", d.h. sie blüht erst so richtig auf, wenn sie noch einen kätzischen Spielkameraden hat, mit dem sie herumtollen und auch - verschlungen wie ein Liebespaar - ein ausgiebiges Schläfchen machen kann, nachdem sie ggfs. die Wohnung etwas "umgestellt" und den Haushalt "neu geordnet" hat.
Selbstverständlich ist die MAINE COON auch eine sehr tolerante Katze, was schon dadurch bewiesen ist, daß sie ihrem menschlichen Halter erlaubt, als Untermieter bei ihr zu wohnen, wenn er für ihr leibliches Wohl sorgt und ihre sonstigen Wünsche von den Augen abliest.